Unternehmergeist: Was Unternehmertum für 21 junge Unternehmer aus Bayern bedeutet
Unternehmergeist ist die Haltung, Chancen zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und Ideen aus eigenem Antrieb in die Tat umzusetzen. Wir haben 21 junge Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte der Wirtschaftsjunioren Bayern gefragt, was Unternehmertum für sie bedeutet. 15 der 21 nennen Verantwortung, 11 das Treffen von Entscheidungen, und sieben beschreiben Unternehmergeist als den Entschluss, selbst anzupacken.
👉 Mehr über junge Unternehmer in Bayern erfährst du im Ressort Unternehmertum der Wirtschaftsjunioren Bayern.
Unternehmergeist: Definition in einem Satz
Unternehmergeist bezeichnet die Haltung, Chancen zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und Ideen aus eigenem Antrieb in die Tat umzusetzen. Der Begriff setzt sich aus „Unternehmer“ und „Geist“ zusammen und meint damit eine Denkweise, die an keine Rechtsform gebunden ist. Unternehmergeist findet sich bei Gründerinnen und Gründern, bei Nachfolgern in Familienbetrieben und bei Angestellten, die ihre Aufgabe wie ein eigenes Unternehmen führen.
Verwandte Begriffe sind unternehmerisches Denken, Pioniergeist, Gründergeist und Entrepreneurship. Unternehmertum beschreibt dagegen die Tätigkeit selbst, also das Führen eines Unternehmens. Unternehmergeist ist die Haltung dahinter, und die Haltung lässt sich auch dort beobachten, wo niemand ein Unternehmen im rechtlichen Sinn führt.
Lexika definieren den Begriff abstrakt. Wir wollten wissen, wie Menschen ihn beschreiben, die Unternehmergeist jeden Tag leben. Deshalb stützt sich dieser Ratgeber auf 21 Antworten junger Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte aus Bayern.
21 Antworten aus der Kampagne „Wirtschaft beginnt mit WIR“
Die Wirtschaftsjunioren Bayern stellen 2026 in der Kampagne „Wirtschaft beginnt mit WIR“ ihre Mitglieder vor. Alle Porträtierten beantworten dieselben Fragen, darunter: „Was bedeutet für dich Unternehmertum?“ Zwischen Februar und September 2026 sind so 21 Antworten entstanden, die wir für diesen Ratgeber ausgewertet haben. Die Porträts erschienen auf den Kanälen der Wirtschaftsjunioren Bayern bei Instagram und LinkedIn.
Die 21 Befragten bilden die Breite der jungen Wirtschaft in Bayern ab. Unter ihnen sind eine Plüschspielwarenfabrik, ein Computerspiele-Studio, ein Getriebehersteller, eine Rechtsanwaltskanzlei, zwei Kindertagesstätten, ein Catering-Unternehmen, ein Ponyhof und eine Softwareentwicklerin für künstliche Intelligenz. Fünf arbeiten in einem Familienunternehmen oder haben eines übernommen, sechs sind hauptberuflich angestellt, und zwei dieser sechs führen nebenher ein eigenes Unternehmen.
So haben wir ausgewertet: Wir haben jede Antwort im Wortlaut gelesen und neun wiederkehrende Motive festgelegt. Ein Motiv zählt je Antwort höchstens einmal, und eine Antwort kann mehrere Motive enthalten. Die Zitate in diesem Ratgeber sind Selbstauskünfte und stehen unverändert da, nur Emojis haben wir entfernt.
Neun Motive: Was die 21 Antworten verbindet
Drei Motive tragen den Unternehmergeist der 21 Befragten. Verantwortung kommt in 15 von 21 Antworten vor, Entscheidungen treffen in 11 und der Bezug auf Menschen und Team in 10. Danach folgen Freiheit und Gestaltung (9), das Umsetzen von Ideen (8) sowie Mut und Risiko (8).
| Motiv | Antworten | Typische Formulierung |
|---|---|---|
| Verantwortung übernehmen | 15 von 21 | „Verantwortung zu übernehmen“ |
| Entscheidungen treffen | 11 von 21 | „mutige Entscheidungen zu treffen“ |
| Menschen und Team | 10 von 21 | „Menschen mitzunehmen“ |
| Freiheit und Gestaltung | 9 von 21 | „Die Möglichkeit zu gestalten“ |
| Ideen umsetzen | 8 von 21 | „Ideen in die Realität umzusetzen“ |
| Mut und Risiko | 8 von 21 | „Risiken einzugehen“ |
| Chancen erkennen | 7 von 21 | „Chancen frühzeitig zu erkennen“ |
| Selbst anpacken | 7 von 21 | „proaktiv voranzugehen“ |
| Werte und Mehrwert schaffen | 7 von 21 | „echten Mehrwert zu schaffen“ |
Bemerkenswert ist, was in den Antworten fehlt. Geld, Gewinn, Umsatz oder Wachstum kommen in keiner der 21 Antworten vor. Nur Lisa Horna spricht von guten Ergebnissen, und auch sie stellt die Menschen darüber. Der Mehrwert, von dem sieben sprechen, richtet sich an Kunden, Mitarbeitende, die Region oder die Gesellschaft. Unternehmergeist beschreiben die Befragten damit als Haltung gegenüber anderen Menschen.
Verantwortung: Das Motiv in 15 von 21 Antworten
Verantwortung ist der gemeinsame Nenner des Unternehmergeists. 15 der 21 Befragten verwenden das Wort Verantwortung oder Verpflichtung, und fast alle verbinden es mit einem konkreten Gegenüber: Mitarbeitende, Kunden, Mandanten, die Umwelt oder das eigene Team.
„Für mich persönlich bedeutet Unternehmertum Verantwortung zu übernehmen: für gute Ergebnisse, für meine Umwelt, vor allem aber für Menschen. Es bedeutet Entscheidungen zu treffen, Mut zu haben, Voranzugehen, ein Vorbild zu sein, Visionen umzusetzen und zu motivieren. Bestenfalls ein tolles Team um sich zu scharen, das gemeinsam mit mir an einem Strang zieht.“
Lisa Horna arbeitet als Prokuristin in dritter Generation im Familienunternehmen HORNA Verpackungen und ist im Landesvorstand für das Ressort Unternehmertum und Mitglieder zuständig. In ihrer Antwort steht Verantwortung an erster Stelle, und sie ordnet sie: Ergebnisse, Umwelt, „vor allem aber“ Menschen.
Adrian Bübel vom Erlebnis- und Ponyhof Bübel in Nürnberg schließt ausdrücklich das Scheitern ein. Verantwortung heißt für ihn, auch dann geradezustehen, wenn etwas misslingt. Paul Redetzky vom Computerspiele-Studio Emergo Entertainment formuliert denselben Gedanken: „Gleichzeitig trage ich die Verantwortung, wenn Dinge nicht funktionieren“, schreibt er, und das gehöre für ihn dazu.
„Unternehmertum bedeutet für mich vor allem, Verantwortung zu übernehmen. Für Entscheidungen, für Mitarbeiter, für Investitionen und letztlich auch dafür, wenn etwas nicht funktioniert.“
Für den Unternehmergeist folgt daraus eine klare Aussage: Wer Verantwortung nur für den Erfolg übernehmen will, hat den Kern noch nicht erreicht. Die Befragten beschreiben Verantwortung als Zusage, die gerade in schwierigen Phasen gilt. Julian Kreuzer von der BayWa bringt es auf die Formel „in guten wie in schlechten Zeiten“.
Entscheiden und Mut: Unternehmergeist zeigt sich unter Unsicherheit
Elf der 21 Antworten nennen das Treffen von Entscheidungen, acht sprechen von Mut oder Risiko. Beide Motive hängen zusammen, denn eine unternehmerische Entscheidung fällt fast immer, bevor alle Informationen vorliegen.
„Entscheidungen zu treffen – auch dann, wenn sie unbequem sind.“
Florian Oßwald ist Landesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Bayern. Er arbeitet hauptberuflich im Projektmanagement eines Anlagenbauers und hat daneben mit CUT GRAV ein eigenes Gravurunternehmen aufgebaut. Sein Satz trifft einen Punkt, den mehrere Befragte ansprechen: Unternehmergeist zeigt sich an den unbequemen Entscheidungen.
Sven Eckart, Gründer der daVen solutions GmbH und Investor mit der SAE Invest GmbH, verbindet Mut mit Ausdauer. Er nennt Risiken, mutige Entscheidungen und das Dranbleiben, „auch wenn es unbequem wird“. Julian Kreuzer ergänzt eine ehrliche Beobachtung: Mutig voranzugehen gelingt auch dann, „wenn man mal Respekt davor hat“. Mut beschreiben die Befragten damit als Entscheidung trotz Unsicherheit.
„Ich kann selbst entscheiden, welche Märkte wir ansteuern und welche Risiken wir eingehen.“
Selbst anpacken: Das Muster in sieben Antworten
Sieben Antworten enthalten dieselbe Denkfigur. Die Befragten beschreiben Unternehmergeist als Entschluss, selbst zu handeln, und grenzen ihn vom Abwarten ab. Das Muster taucht in unterschiedlichen Worten auf, von der Unternehmerin in der Augenoptik bis zum Landwirt in Nürnberg:
- Alexander Hahn, FiO-Finance Office: „aktiv zu gestalten, statt nur abzuwarten“
- Martina Busch, Optik & Akustik Wagner: „die Zukunft aktiv mitzugestalten, anstatt nur zu reagieren“
- Jasmin Obenauf, JOCR Consulting: „Dinge aktiv anzupacken statt nur zu meckern“
- Laura Keller-Lenz, KA Antriebstechnik: „Chancen zu sehen anstatt nur Hindernisse zu erkennen“
- Adrian Bübel, Ponyhof Bübel: „Als Unternehmer kann ich nicht darauf warten, dass jemand anderes eine Lösung findet.“
- Martin Stahl, Sparkasse im Landkreis Schwandorf: „proaktiv voranzugehen“
- Sven Eckart, daVen solutions: „nicht nur zu reden, sondern einfach zu machen!“
Diese sieben Stimmen liefern die vielleicht praktischste Definition von Unternehmergeist: Unternehmergeist beginnt in dem Moment, in dem jemand aufhört zu warten. Wer ein Problem sieht und die Lösung selbst in die Hand nimmt, zeigt Unternehmergeist, ganz gleich, ob im eigenen Betrieb, in einer Abteilung oder im Ehrenamt.
Freiheit und Gestaltung: Der Lohn des Unternehmergeists
Neun Antworten sprechen von Freiheit, Autonomie, Gestaltung oder Selbstverwirklichung. Sie beschreiben, was Unternehmergeist zurückgibt. Josephine Dransfeld, die mit ihrer Mutter die Plüschspielwarenfabrik Heunec in Coburg leitet, fasst es am kürzesten:
„Die Möglichkeit zu gestalten und sich selbst zu verwirklichen.“
Johannes Nöth, Fotograf und Videoproduzent mit JNPhotografics, nennt Freiheit, Mehrwert, kreative Problemlösung und die eigene Verwirklichung in einem Satz. Sophie Hepper, Nachfolgerin in der Beratung Dr. Hepper GmbH, betont eine andere Seite der Freiheit: Unternehmertum erlaubt ihr, „Familie im Notfall zu priorisieren“. Maximilian Krämer von DNK Rechtsanwälte nennt Unternehmertum „die Mischung aus Freiheit und Verpflichtung“.
Krämers Formel beschreibt, wie die Befragten Freiheit verstehen. Freiheit steht bei ihnen fast immer neben Verantwortung. Die Freiheit, selbst zu entscheiden, bringt die Pflicht mit sich, für die Entscheidung einzustehen.
Unternehmergeist im Angestelltenverhältnis: Intrapreneurship in der Praxis
Sechs der 21 Befragten sind hauptberuflich angestellt, und ihre Antworten unterscheiden sich kaum von denen der Gründerinnen und Gründer. Für diese Haltung im Unternehmen gibt es einen eigenen Begriff: Intrapreneurship, also Unternehmergeist von Mitarbeitenden innerhalb einer bestehenden Organisation.
Maria Hartinger arbeitet als Agile Master bei der BMW Group in München und versteht sich nach eigener Beschreibung als „interne Unternehmerin für Zusammenarbeit und Arbeitsfähigkeit“. Unternehmertum heißt für sie, Verantwortung zu übernehmen, bewusst zu entscheiden und mit den vorhandenen Ressourcen sinnvoll und nachhaltig umzugehen. Thomas M. Ritter führt als angestellter Geschäftsführer den Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure:
„Auch wenn ich als angestellter Geschäftsführer kein klassischer Unternehmer bin, verbindet uns die Möglichkeit und Notwendigkeit zur Gestaltung und Weiterentwicklung.“
Martin Stahl ist Spezialist für Immobilienfinanzierung bei der Sparkasse im Landkreis Schwandorf, Julian Kreuzer verantwortet bei der BayWa die Logistik flüssiger Brennstoffe. Dominik J. W. Fuchs begleitet als Vertriebsingenieur Investitionsprojekte in der Holzbranche und betreibt daneben Solar-Ladestationen und eine Vermietung von Forstmaschinen. Für Arbeitgeber steckt in diesen Antworten eine wertvolle Erkenntnis: Unternehmergeist lässt sich im eigenen Team finden und fördern, wenn Mitarbeitende echte Verantwortung für ein Thema bekommen.
Unternehmergeist in Familienunternehmen und Nachfolge
Fünf der 21 Befragten arbeiten in einem Familienunternehmen oder haben eines übernommen. Laura Keller-Lenz führt mit ihrem Bruder die KA Antriebstechnik GmbH, die sie von ihrem Vater übernommen haben, und trägt mit ihm die Verantwortung für 50 Mitarbeitende. Lisa Horna ist die dritte Generation bei HORNA Verpackungen, Sophie Hepper begleitet mit ihrem Vater andere Familienunternehmen bei der Nachfolge, und Adrian Bübel betreibt mit seiner Familie einen Hof in Nürnberg.
„Unternehmertum bedeutet für mich mehr als nur ein Produkt zu entwickeln oder zu verkaufen, es ist eine Frage der Haltung.“
Keller-Lenz spricht aus, was für Nachfolgerinnen und Nachfolger besonders gilt. Sie übernehmen ein bestehendes Unternehmen mit Mitarbeitenden, Kunden und Geschichte. Unternehmergeist zeigt sich bei ihnen darin, das Übernommene weiterzuentwickeln. Adrian Bübel beschreibt genau das für die Landwirtschaft: Er will „Bestehendes nicht einfach hinzunehmen“ und verbindet auf seinem Hof Landwirtschaft, Erlebnis und Gastronomie.
Nicole Vierheller, seit über 20 Jahren selbstständig in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, beruft sich auf ein altes Leitbild. Sie will „die Werte des ehrbaren Kaufmanns zu leben und vorzuleben“ und nennt Unternehmertum „Vorbildfunktion, Privileg und Verpflichtung zugleich“. Der ehrbare Kaufmann steht für Anstand, Verlässlichkeit und langfristiges Denken, und viele Familienunternehmen berufen sich bis heute auf dieses Leitbild.
Im Ressort Unternehmertum bündeln die Wirtschaftsjunioren Bayern Formate für Gründerinnen, Nachfolger und junge Führungskräfte. Lerne die Menschen kennen, die in diesem Ratgeber zu Wort kommen.
Zum Ressort UnternehmertumUnternehmergeist entwickeln: Sechs Übungen aus den Antworten
Unternehmergeist besteht zum größten Teil aus Verhalten, und Verhalten lässt sich üben. Aus den neun Motiven haben wir sechs Übungen abgeleitet, die in einen vollen Arbeitsalltag passen:
- Verantwortung suchen: Übernimm ein Thema, für das sich bisher niemand zuständig fühlt, und sag das laut. Verantwortung ist das häufigste Motiv der 21 Antworten.
- Eine Entscheidung pro Woche bewusst treffen: Wähle eine offene Frage, die du bisher aufgeschoben hast, und entscheide sie innerhalb eines Tages. Notiere Begründung und Ergebnis.
- Chancen notieren: Halte eine Woche lang fest, wo Kunden, Kollegen oder Mitglieder über etwas klagen. Jede Klage beschreibt eine mögliche Lösung.
- Eine Idee in 30 Tagen testen: Setz eine kleine Idee mit wenig Aufwand um, etwa ein neues Angebot für drei Kunden. Nach 30 Tagen weißt du mehr als nach drei Monaten Planung.
- Einen Rückschlag auswerten: Frag nach einem Misserfolg, was du gelernt hast und was du beim nächsten Mal anders machst. So übst du die Verantwortung für das Scheitern, die mehrere Befragte ausdrücklich nennen.
- Das Netzwerk nutzen: Stell eine Frage, an der du hängst, drei Menschen aus einer anderen Branche. Mehrere Befragte beschreiben genau diesen Austausch als Grund für ihre Mitgliedschaft.
Die Übungen wirken am stärksten dort, wo ein Fehler wenig kostet. Ein Projekt im Ehrenamt, ein Workshop oder ein Wochenende wie die Bavarian Academy der Wirtschaftsjunioren Bayern bieten genau diesen geschützten Rahmen.
Warum Unternehmergeist ein Netzwerk braucht
Die Kampagne stellte neben der Frage nach dem Unternehmertum auch diese: „Ich bin Wirtschaftsjunior, weil …“. Die Antworten zeigen, warum Unternehmergeist im Austausch wächst. Wer Verantwortung trägt und Entscheidungen trifft, steht mit vielen Fragen allein da, und im Netzwerk hat oft schon jemand dieselbe Frage gelöst.
„Als Unternehmer tauchen täglich neue Themen auf, da muss das Rad nicht jedes Mal neu erfunden werden.“
Nicole Vierheller nennt das Netzwerk „eine echte Kraftquelle“, Sophie Hepper beschreibt die Energie, „von echten ‚High Performern‘ umgeben zu sein“. Die Wirtschaftsjunioren Bayern verbinden in 59 Kreisen in ganz Bayern junge Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte unter 40. Wie Kreis, Land, Bund und die internationale Ebene zusammenspielen, erklärt der Beitrag zum Aufbau der Wirtschaftsjunioren.
Im Oktober treffen sich viele der Befragten persönlich. Die DEKO26 in Forchheim bringt vom 16. bis 18. Oktober rund 250 Wirtschaftsjunioren aus ganz Bayern zusammen, und am 20. Oktober lädt der 1. Junge Wirtschaftsgipfel Bayern in die IHK München ein.
Kurz gesagt: Unternehmergeist heißt Verantwortung, Entscheidung und Tat
21 junge Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte aus allen sieben Regierungsbezirken Bayerns beschreiben Unternehmergeist erstaunlich einig. Im Kern stehen Verantwortung (15 Nennungen), Entscheidungen (11) und der Bezug auf Menschen (10). Ein eigenes Unternehmen braucht es dafür nicht: Sechs der Befragten sind angestellt und beschreiben dieselbe Haltung. Wer Unternehmergeist entwickeln will, fängt klein an, mit einer Verantwortung, einer Entscheidung und einer Idee, die er in den nächsten 30 Tagen testet.
In 59 Kreisen treffen sich junge Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte unter 40, um voneinander zu lernen und gemeinsam anzupacken. Finde den Kreis in deiner Nähe. Du kannst auch erst einmal als Gast zu einem Treffen in deinem Kreis kommen.
Kreis findenHäufige Fragen zum Unternehmergeist
Was versteht man unter Unternehmergeist?
Unternehmergeist ist die Haltung, Chancen zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und Ideen aus eigenem Antrieb umzusetzen. Er zeigt sich im Handeln: Wer Unternehmergeist hat, entscheidet, probiert aus und steht für das Ergebnis ein.
Welche Eigenschaften gehören zum Unternehmergeist?
Zum Unternehmergeist gehören Verantwortungsbewusstsein, Entscheidungsfreude, Mut zum Risiko, ein Blick für Chancen und der Wille, selbst zu gestalten. In unserer Auswertung von 21 Antworten kam Verantwortung am häufigsten vor, in 15 Antworten.
Kann man Unternehmergeist lernen?
Ja, Unternehmergeist lässt sich trainieren, weil er vor allem aus Verhalten besteht. Wer regelmäßig Verantwortung übernimmt, Entscheidungen trifft und kleine Ideen testet, baut die Haltung Schritt für Schritt auf.
Gibt es Unternehmergeist auch bei Angestellten?
Ja, Fachleute sprechen dann von Intrapreneurship. Mitarbeitende mit Unternehmergeist übernehmen Verantwortung für Themen, treiben Verbesserungen voran und denken wie Unternehmer, ohne ein eigenes Unternehmen zu führen.
Was ist ein anderes Wort für Unternehmergeist?
Verwandte Begriffe sind unternehmerisches Denken, Pioniergeist, Gründergeist und das englische Entrepreneurship. Im Unternehmen selbst heißt die Haltung oft Intrapreneurship.
Quellen
- Wirtschaftsjunioren Bayern: „Kampagne „Wirtschaft beginnt mit WIR“ (#wirtschaftbeginntmitwir)“, Instagram, Februar bis September 2026.
- Wirtschaftsjunioren Bayern: „Porträts der Kampagne „Wirtschaft beginnt mit WIR““, LinkedIn, Februar bis September 2026.



